Die Kandidaten und Initiatoren
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12.02.2020
Podiumsdiskussion in Wartenberg

Gut besucht war die Strogenhalle, als die 6 Wartenberger Bürgermeisterkandidaten am 12. Februar den Fragen der Initiatoren stellten. Unterstützung erhielten diese von Redaktionsleiterin der Moosburger Zeitung Karin Alt, die den gemeinsamen Abend moderierte. Gleich zu Beginn durfte sich Robert Hegenauer dem Publikum vorstellen. Die erarbeitete Prioritätenliste des Gemeinderates, die Sanierungssatzung sowie das Ende der 3. Startbahn nannte er dabei als seine drei wichtigsten Projekte, die es gilt in der kommenden Amtsperiode zu verfolgen.

Als Grundzentrum im Erdinger Norden ist Wartenberg ein attraktives Zuzugsgebiet. Dieser Zuzug ist unumgänglich und seit vielen Jahren ist unser Gemeinderat bemüht auf ein gesundes Wachstum zu achten. "Doch Wachstum nach außen bedeutet auch steigende Anonymität" so Hegenauer. Und eine fehlende Zugehörigkeit sorge für sinkende Wertschätzung und Achtsamkeit. Als Bürgermeister wolle er die in den letzten Jahren erarbeiteten Werte erhalten, das soziale Miteinander stärken und allen Bürgerinnen und Bürgern ein Gefühl von Heimat vermitteln. "Denn ein gesundes Wachstum nach außen setzt ein Wachstum nach innen voraus."

Neben der Schaffung weiterer Arbeit- und Ausbildungsplätze im Gewerbegebiet Thenn 3 möchte Hegenauer den Pendlerverkehr reduzieren, moderne Arbeitsmethoden wie Homeoffice stärken und innovative Unternehmen aus der digitalen Branche in Wartenberg ansiedeln (z.B. mit Hilfe von Gemeinschaftsbüros oder Coworking-Spaces).

Die Zusammenarbeit innerhalb des Gemeinderates verlaufe sehr gut, hier habe Bürgermeister Manfred Ranft in den vergangenen Jahren seinter Amtszeit gute Arbeit geleistet und hier möchte Hegenauer nahtlos anschließen. Transparenz sei wichtig, daher wünsche er sich eine gut funktionierende Homepage der VG, kostenlose Mitteilungsblätter und ein online einsehbares Stichpunktprotokoll öffentlicher Gemeinderatsitzungen. Auch könne er sich Audioübertragungen der Gemeinderatsitzungen vorstellen, denn so könne jeder Bürger barrierefrei an öffentlichen Versammlungen teilnehmen.

Grund- und Mittelschule fehle es an 2000m² Räumlichkeiten. Ein Um- bzw. Neubau der Schule ist daher unvermeidbar. Dieses Projekt lässt sich nur gemeinsam mit dem Mittelschulverband stemmen. Hierzu brauche es die Überarbeitung des pädagogischen Konzepts sowie einer erste Machbarkeitsstudie.

Leider konnten in den gut zweieinhalb Stunden der Podiumsdiskussion nur kurz auf die wichtigen Fragen eingegangen werden. Auf viele weitere wertvolle Fragen musste aus zeitlichen Gründen verzichtet werden (z.B. medizinische Versorgung, bezahlbares Wohnen, Bedarf für Senioren, NEIN zur 3. Startbahn). Im Schlusswort bedauerte Robert Hegenauer das frühe Ende der Veranstaltung und versprach auf die noch offenen Fragen bei den folgenden Events wie dem >> Politischen Aschermittwoch einzugehen.

Text + Fotos: Kronseder