Auszug aus "10 Thesen zur Kommunalwahl" (Stand 2014)

Neben dem Personenkreis mit körperlichen Einschränkungen steigt auch in Wartenberg stetig der Bevölkerungsanteil der über 65Jährigen. Damit wird die Ausrichtung der öffentlichen Einrichtungen Wartenbergs auf die besonderen Erfordernisse dieser Mitbürgerinnen und Mitbürger immer bedeutender.
So nutzen diese Personenkreise zur Verbesserung der Bewegung im Ort häufig Gehhilfen und Rollstühle. Deshalb müssen an allen zur Überquerung geeigneten Straßenbereichen und Kreuzungen die Bordsteige abgesenkt sein, um die Barrierefreiheit zu ermöglichen. Dieses ist bereits an vielen Stellen im Ort geschehen. Weitere Schwachstellen sind zu identifizieren und anschließend zu beseitigen.
Auch der Bedarf für den Einsatz entsprechender technischer Mittel für die leichtere Orientierung visuell und akustisch eingeschränkter Personen ist zu prüfen.
An stärker befahrenen Straßen ist zur sicheren Überquerung die Installation von Bedarfsampeln zu überlegen. Die Diskussion um einen Zebrastreifen bzw. um eine Ampel für die Schulkinder an der Thenner Straße zeigt, dass es nicht allein vom Willen der Gemeinde abhängt.
Die öffentlichen Gebäude in Wartenberg sind behindertengerecht ausgestattet. Bei Neuplanungen sind entsprechende Einbauten grundsätzlich vorzusehen.
Das Betreuungsangebot für unsere Seniorinnen und Senioren ist dem Bevölkerungszuwachs und dem damit steigenden Bedarf im engen Kontakt mit dem Seniorenwohnheim und der Klinik Wartenberg anzupassen.

Für die noch weitgehend selbstständigen Mitbürgerinnen und Mitbürger ist der Bedarf für das Betreute Wohnen stetig zu überprüfen. Auch das Konzept des Mehrgenerationenhauses kann ein weiteres Angebot sein. Ein erforderlicher Neubau sollte dann ortsmittig gelegen sein. Für das Baugebiet „Strogenstraße-Ortsmitte“ hat der Marktgemeinderat die Schaffung von Einheiten für Betreutes Wohnen explizit vorgesehen.
Privat getragene Betreuungskonzepte sind von der Gemeinde zu unterstützen. Zukünftig wird gerade die Tagesbetreuung demenzkranker Patientinnen und Patienten verstärkt erforderlich werden.
Ab der nächsten Amtsperiode soll sich ein Seniorenbeauftragter im Gemeinderat des Marktes Wartenberg diesem Aufgabenbereich annehmen. Die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft Wartenberg e.V. wird diesen Antrag einbringen und unterstützen.

Das ist passiert:

Seit Beginn der letzten Amtsperiode im Mai 2014 wurde Marktrat Peter Schickinger (FWG) vom Gemeinderatskollegium zum Seniorenbeauftragten berufen. Unterstützt wird Peter Schickinger dabei von der LandesSeniorenVertretung Bayern e.V. (LSVB), dem der Markt Wartenberg seit dieser Zeit angehört.

Foto: Hegenauer